| Stabilisotopenanalyse |
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Die Bioelemente Wasserstoff, Kohlenstoff, Stickstoff, Sauerstoff und Schwefel bestehen aus Gemischen stabiler Isotope. Die jeweils schwereren Isotope haben im Verhältnis zu den leichten einen nur sehr geringen Anteil.
Anwendung auf LebensmittelValidierte Methoden der IRMS werden in zunehmendem Maße im Rahmen des Verbraucherschutzes vor allem auf pflanzliche Lebensmittel (Wein, Spirituosen, Fruchtsäfte, Gemüse, Honig und Aromen) angewendet. Dabei werden häufig Isotopenverhältnisse in Kombination gemessen, um eindeutige Ergebnisse zu erzielen.
Wein, TraubenmostÜber die Bestimmung der Isotopenverhältnisse von Wasserstoff und Kohlenstoff kann festgestellt werden, ob Fremdzucker verwendet wurde.
SpirituosenHierbei lassen sich die Rohstoffart bei Destillaten aus Obststoffen, Anteile von Alkoholen aus Getreide oder Kartoffeln sowie von Synthesealkohol zur Prüfung auf Verfälschung ermitteln, indem die Korrelation von Wasserstoff- und Kohlenstoffisotopenverhältnisse betrachtet wird.
FruchtsäfteNeben der Untersuchung, ob Zucker und Säure aus demselben Rohstoff stammen (Prüfung auf Fremdzucker) lässt sich Fremdwasser als indirekter Nachweis von Konzentratverwendung durch das Sauerstoffisotopenverhältnis identifizieren.
GemüseMit zunehmender Breite entsprechender Referenzdaten wird es möglich, durch Kombination von Stickstoff- und Sauerstoffstabilisotopenmessungen Aussagen über die geographische Herkunft selbst nahe beieinanderliegender Anbaugebiete zu gewinnen. Durch die Anreicherung von 15N um etwa 3 o/oo spiegelt das Stickstoffisotopenverhältnis von Gemüsepflanzen zudem die Art des verwendeten Düngers (mineralisch/natürlich) wider.
HonigDurch Messung des Kohlenstoffisotopenverhältnisses kann der Zusatz von C4 -Zuckern (z.B. Mais- oder Rohrzucker) nachgewiesen werden. Hierbei wird der 13C-Anteil des davon nicht betroffenen Proteins auf elegante Weise als innerer Vergleichsstandard verwendet.
Technische Ausstattung:Kernstück zur Messung von Stabilisotopenverhältnissen ist ein Massenspektrometer, welches die simultane Erfassung von mehreren gasförmigen Verbindungen ermöglicht. Es besteht aus einer Ionenquelle, einem Ablenkmagneten zur Trennung der Verbindungen aufgrund ihrer unterschiedlichen Masse sowie einem Multidetektorsystem zu deren Quantifizierung. Alle Bauelemente müssen sich durch eine extrem hohe Stabilität ihrer Funktion auszeichnen. |