Was bezeichnet man als Parasit?
Parasiten sind am oder im Tier lebende Organismen. Sie können direkte Schäden und Erkrankungen verursachen und wirken häufig resistenzmindernd. Im engeren Sinne versteht man unter Parasiten dem Tierreich zugehörige Organismen, die auf Kosten ihres Wirtes leben. Das Spektrum reicht von Einzellern (Protozoen) über verschiedene parasitische Würmer (Helminthen) bis zu meist auf der Haut lebenden Gliederfüßlern (Arthropoden).
Gefährlichkeit von Parasiten
Bestimmte Parasitenarten können vom Tier direkt oder z.B. durch Genuss tierischer Produkte auf den Menschen übergehen (Trichinella, Bandwurmarten wie Fuchsbandwurm und viele andere) und dann gefährliche Erkrankungen verursachen. Auch können sie andere Krankheitserreger (beispielsweise Einzeller wie Babesien, Viren wie FSME-Virus oder Borrelien (Zeckenbiss)) auf Tier oder Mensch übertragen.
Wie werden sie erkannt?
Da Parasiten nicht einer bestimmten Gruppe von Organismen angehören, sondern von mikroskopisch kleinen Einzellern (wie Blutparasiten oder einzelligen Erregern von Geschlechtskrankheiten) bis hin zu meterlangen Bandwürmern oder mit dem bloßen Auge gut erkennbaren Außenparasiten (wie z. B. Zecken) reichen, sind die biologischen Materialien, in denen sie nachgewiesen werden können, und auch die Erkennungs-, Anzüchtungs- und Differenzierungsverfahren ganz unterschiedlich.
So lassen sich größere Außenparasiten beispielsweise direkt vom betroffenen Tier absammeln und direkt bestimmen. Bei mikroskopisch kleinen Parasiten sind Präparationen (z. B. von Hautgeschabseln oder Blutabstrichen) erforderlich. Oft ist auch nicht die Bestimmung des Parasiten selbst, sondern nur der indirekte Nachweis seiner Geschlechtsprodukte (z.B. Wurmeier im Kot) zur Feststellung eines Befalls möglich. In bestimmten Fällen werden Anzüchtungsverfahren oder spezifische immunologische Tests eingesetzt. Teilweise können im Wirt gebildete Antikörper einen Parasitenbefall anzeigen (serologische Untersuchungen - z. B. bei der Toxoplasmose). |