| Milch und Milcherzeugnisse |
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Milch und Milcherzeugnisse zählen zu den Grundnahrungsmitteln. Sie machen daher einen großen Teil der von uns untersuchten Lebensmittel aus. Auf Grund ihres Gehaltes an den Nährstoffen Eiweiß, Kohlenhydrate und Fett sowie eines recht hohen Wassergehaltes bieten diese Lebensmittel auch Mikroorganismen eine hervorragende Nahrungsgrundlage. Es handelt sich somit bei dieser Produktgruppe um leicht verderbliche Lebensmittel. Um schädliche Keime abzutöten, werden diese Erzeugnisse fast immer wärmebehandelt. Insbesondere Milch wird nach unterschiedlichen Verfahren wärmebehandelt, die auf die Haltbarkeit wesentlichen Einfluss haben.
Nach den Wärmebehandlungsverfahren lässt sich Milch in folgende Gruppen einteilen:
Bei der Herstellung von Milchprodukten muss mit wenigen, genau geregelten Ausnahmen die Milch vor deren Herstellung wärmebehandelt werden. Einige Produkte werden auch nach der Herstellung wärmebehandelt. Einer Milchpackung kann der Käufer neben der Angabe zum verwendeten Wärmebehandlungsverfahren noch weitere von uns regelmäßig überprüfte Informationen zu Fettgehalt, Haltbarkeit und Herkunft entnehmen.
Mikrobiologische UntersuchungenUm die Effizienz der Wärmebehandlung zu überprüfen und den Verbraucher vorbeugend zu schützen, steht daher bei unseren Überprüfungen die mikrobiologische Untersuchung im Vordergrund. Hier wird insbesondere auf gesundheitlich bedenkliche, sog. pathogene Keime in den Lebensmitteln geprüft, die beim Verbraucher Krankheiten wie Durchfall, Erbrechen und Fieber verursachen können (Salmonellen, Listeria monocytogenes und Staphylococcus aureus [Eitererreger]).
Chemische UntersuchungenEinige chemische Parameter, insbesondere Fett- und Trockenmassegehalte, dienen der Einordnung der Erzeugnisse. Sie sind zum größten Teil weltweit (im Rahmen der Welt-Ernährungs-Organisation FAO) standardisiert. Deshalb werden diese Parameter bestimmt, um die Produkte richtig einzuordnen und so den Verbraucher vor Irreführung durch falsch bezeichnete Produkte zu schützen.
ZusatzstoffeDaneben wird auf den Einsatz zahlreicher Zusatzstoffe geprüft. Zusatzstoffe werden Lebensmitteln zugesetzt, um ihnen bestimmte Eigenschaften zu verleihen. Sie dürfen meist nur bis zu bestimmten Höchstmengen verwendet werden. Daher wird geprüft, ob diese Höchstmengen eingehalten werden. Dabei kommen insbesondere die Gaschromatographie und die Hochdruck-Flüssigkeitschromatographie zum Einsatz. Auch auf nicht zugelassene Stoffe wird geprüft. Dazu dienen, je nach Stoff, die unterschiedlichsten Nachweisverfahren. Höchstmengenüberschreitungen oder die Verwendung nicht zugelassener Zusatzstoffe führen zur Beanstandung. BeurteilungDie Beurteilung von Lebensmitteln erfordert nicht nur gute Kenntnisse, Stoffe zu analysieren, sondern auch umfangreiche Kenntnisse der Warenkunde, um Produkte einzuordnen und um ihre Herstellungsweise zu verstehen. Daneben sind umfangreiche Kenntnisse des deutschen und europäischen Lebensmittelrechts erforderlich.
Weiteres zur ZusammensetzungWenn Sie mehr über die Zusammensetzung, über Nährwerte und über die Herstellung von Lebensmitteln und Lebensmittelgruppen erfahren wollen, können Sie interessante warenkundliche Aspekte über den Auswertungs- und Informationsdienst für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (aid e.V.) abrufen. |
